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Tipps zur Organisation einer Trauerfeier

Die Trauerfeier ist ein wichtiger Bestandteil der Bestattung und gilt als ein wesentlicher Schritt im Prozess der Trauerbewältigung. Bei der Organisation einer Trauerfeier sollten verschiedene Punkte bedacht werden. Mit unseren Infos treffen Sie bei der Planung einer Trauerfeier sichere Entscheidungen.

Hintergrund der Trauerfeier

Andacht und Abschiednahme

Die Trauerfeier ist eine letzte Gedenkzeremonie für den Verstorbenen, ehe dieser bestattet wird. Familie, Freunde und Trauergäste erweisen dem Verstorbenen die letzte Ehre und nehmen gemeinsam Abschied vom geliebten Menschen. Den Hinterbliebenen bietet die Trauerfeier Raum für Trauer und Erinnerungen an die gemeinsame Lebenszeit. Sie gilt als Ursprung des Gedenkens.

Trauerbewältigung

Die Trauerfeier gilt als ein wesentlicher Schritt im Prozess der Trauerbewältigung. Nach beanspruchenden Tagen der Bestattungsplanung, während denen die Hinterbliebenen oftmals nicht wirklich zur Ruhe kommen, bietet eine Trauerfeier den Hinterbliebenen häufig die erste Möglichkeit, sich mit der eigenen Trauer zu befassen. Für viele Angehörige wird die Endgültigkeit des Verlustes eines geliebten Menschen in diesem Moment erst fassbar. Die Trauerfeier gibt im Kreise aller Trauernden einen Ausblick auf ein verändertes Leben in der Zukunft.


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Trauerfeier planen


Zuständigkeiten bei der Planung einer Trauerfeier

Im Todesfall übernimmt in der Regel die hinterbliebene Familie des Verstorbenen die Gestaltung der Trauerfeier. Dessen Wünsche und Vorstellungen sollten während der gesamten Planung im Mittelpunkt stehen. Die Organisation und Durchführung der Trauerfeier übernimmt ein Bestattungsunternehmen. Der Bestatter steht den Angehörigen während der gesamten Planung jederzeit beratend zur Seite.

Varianten der Trauerfeier

Eine Trauerfeier kann religiös oder weltlich ausgerichtet werden. Der Ablauf ist neben der jeweiligen Tradition auch von den Vorlieben des Verstorbenen abhängig. Jede Trauerfeier kann konventionell oder individuell gestaltet werden. Die Wünsche des Verstorbenen sollten bei verschiedenen Entscheidungen immer ausschlaggebend sein. Die Hinterbliebenen können bei der Planung der Trauerfeier natürlich auch ihre eigenen Ideen einbringen, wie etwa das Steigenlassen von Luftballons, das Vortragen vom Lieblingsgedicht des Verstorbenen oder das Aufstellen von Fotos des Verstorbenen in der Kapelle oder der Trauerhalle.

Kirchliche Trauerfeier

Bei einer kirchlichen Beisetzung kann die Trauerfeier sowohl in der Kirche als auch in der Friedhofskapelle ausgerichtet werden. Anschließend findet mit der Trauergemeinde ein Trauerzug zur Grabstelle statt. Am Grab folgen weitere Riten zur Beisetzung des Verstorbenen. Bei dieser Variante der Trauerfeier steht der Glaube an erster Stelle.

Weltliche Trauerfeier

Eine weltliche Trauerfeier kann mit verschiedenen Elementen gestaltet werden, um die Persönlichkeit des Verstorbenen noch einmal zu betonen. Eine detaillierte Planung der Trauerfeier ist ein wichtiger Schritt im eigenen Trauerprozess und kann mit Musik, Gesang, Blumen, Gedichten oder Ritualen, wie dem Anzünden von Kerzen, ausgerichtet werden. Solche Abläufe sollten immer mit dem Redner, Pfarrer und auch mit dem Bestatter abgesprochen werden.

Örtlichkeiten für eine Trauerfeier

Die Trauerfeier für eine Erdbestattung findet in der Regel in einer Friedhofskapelle, Kirche oder direkt an der offenen Grabstelle statt. Bei einer Baumbestattung findet die Trauerfeier vor Ort in einem Wald statt. Seebestattungen können sowohl mit oder ohne Angehörige arrangiert werden und erfolgen auf hoher See. Bei der Organisation einer Baum- oder Seebestattung sollten die Witterungsbedingungen beachtet werden.

Trauerredner

Für die Trauerfeier kann eine Trauerrede arrangiert werden, die das Leben des Verstorbenen und dessen Person beleuchtet. Sofern Angehörige nicht selbst vor der Trauergemeinde sprechen möchten, kann dies ein Trauerredner übernehmen. Der Trauerredner kann sowohl ein Pfarrer als auch ein konfessionsloser Redner sein. Nach einem persönlichen Vorgespräch mit den Angehörigen gestaltet der Trauerredner die Trauerrede. Auf besonderen Wunsch können auch Angehörige, Freunde, Kollegen und Vereinskameraden Grußworte oder Nachrufe sprechen. Eine Rede sollte drei Minuten nicht überschreiten.

Ein Pfarrer hat neben dem Halten einer Trauerrede weitere Funktionen – er leitet die Bestattungszeremonie ein, führt durch die Programmpunkte und schließt letztlich die Begräbnisfeier. Er arrangiert die musikalische Umrahmung, legt Gedenk- und Schweigeminuten ein, führt den Trauerzug an und verweilt während der Beisetzung neben der Grabstelle, um auch als Erster den sogenannten „Grabwurf“ zu vollziehen.

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Einladung zur Trauerfeier

Bei der Organisation einer Trauerfeier kann die Einladung der Trauergäste auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Neben einer persönlichen Einladung können auch Anzeigen oder Trauerbriefe für eine Einladung zur Trauerfeier genutzt werden. Im Vorfeld sollte entschieden werden, wie viele Trauergäste zur Trauerfeier eingeladen werden, um eine bessere Planung der gesamten Feier zu ermöglichen.

Anzeigen

Als Anzeige wird die öffentliche Mitteilung zum Sterbefall über die lokale Tageszeitung bezeichnet. Dabei kommen verschiedene Varianten in Frage:

Bezeichnung Inhalt Auftraggeber
Todes- oder Sterbeanzeige Informationen zum Verstorbenen, zur Trauerfeier und Grablegung Angehörige
Traueranzeige Nachträgliche Bekanntgabe eines Sterbefalls „in aller Stille“ Angehörige
Nachruf Würdigung des Verstorbenen und seiner wichtigsten Lebensstationen Firmen, Mitarbeiter, Vereine, Institut, Freunde
Danksagungsanzeigen Danksagungen an bestimmte Personen oder Einrichtungen Angehörige
Gedenktagsanzeige Öffentliches Erinnern an Todestag oder Geburtstag des Verstorbenen Angehörige


Trauerbrief

Als Anzeige wird die personenbezogene Mitteilung über einen Sterbefall durch Angehörige bezeichnet. Dabei kommen verschiedene Varianten in Frage:

Bezeichnung Inhalt
Trauerbrief Bekanntgabe des Trauerfalls an ausgewählte Personen mit sehr persönlichen Worten. Wesentliche Angaben zum Verstorbenen und zur Bestattung
Trauerkarte Kurzform des Trauerbriefes. Eventuell Einladung zum Trauerkaffee
Danksagung Danksagung für erwiesene Anteilnahme mit Hinweis auf Blumengruß oder Kranz
Gedenktrauerkarten Erinnerung an Todestag


Sonstiges

Neben Anzeigen und persönlichen Schreiben können weitere Varianten gewählt werden, um zu einer Trauerfeier einzuladen.

Bezeichnung Inhalt
Sterbebilder Erinnerung an den Verstorbenen mit Sinnsprüchen, Zitaten, Daten und Fotos vom Verstorbenen, Symbolen, Motiven oder Gedichten
Kondolenzliste Wird am Tag der Trauerfeier ausgelegt
Trauer-Email Email-Formulierung mit Anlage von Trauerbriefen oder Todesanzeige


Kinder auf Trauerfeiern

Wenn ein geliebter Mensch im Familienumfeld oder Freundeskreis stirbt, sind Elternteile häufig verunsichert, ob die Teilnahme von betroffenen Kindern an der Trauerfeier sinnvoll ist. Einige Eltern möchten, dass ihr Kind mit dem Tod noch unberührt bleibt. Jedoch gehört das Sterben zum Leben dazu. Es wird daher empfohlen, Kinder zum Zwecke der Trauerarbeit an der Beerdigung eines Familienmitgliedes oder einer vertrauten Person teilnehmen zu lassen.

Dass Angehörige, Freunde und Verwandte Abschied nehmen und Tränen vergießen, ist für Kinder meist weniger schlimm als für uns selbst. Kinder sehen und erleben, wie sich das Umfeld von einem geliebten Menschen verabschiedet und der Sarg beziehungsweise die Urne in die Erde gesenkt wird. Diese Zeremonie verdeutlicht die Endgültigkeit des Todes und kann im Beisein der Trauergemeinde den Schrecken vor dem Tod nehmen.

Kinder sollten auf eine Trauerfeier vorbereitet werden und sie sollten im Vorfeld alle Fragen, die sie zum Tod und der Bestattung haben, stellen können. Die Info, dass Trauergäste schwarze Kleidung tragen und einige Menschen weinen werden, ermöglicht Kindern einen leichteren Umgang mit der Situation. Eine selbst gepflückte Blume sowie selbst gemalte Bilder können von Kindern als Sargbeigabe während Abschiednahme beigesteuert werden. Achten Sie am Tag der Trauerfeier jedoch darauf, eine nicht zu stark betroffene Person zu bitten, sich um Ihr Kind zu kümmern.

Kleinkinder bis 4 Jahren sollten von Beerdigungen jedoch eher ferngehalten werden, da der Umfang der Beerdigung für sie nicht realisierbar ist. Durch unangebrachte Laute von Kleinkindern kann die Trauerfeier außerdem gestört und beeinträchtigt werden.

Dekoration und Floristik für die Trauerfeier

Die Trauerhalle, in der die Trauerfeier stattfindet, kann nach individuellen Wünschen geschmückt werden. Die Wünsche des Verstorbenen sollten dabei beachtet werden und die Berücksichtigung von Lieblingsblumen, Lieblingsfarben, besonderer Symbolik oder relevanter Hobbies des Verstorbenen sind Zeichen der Zuneigung und Würdigung. Dabei sollten jedoch die Vorgaben der Friedhöfe beachtet werden. Als dekorative Elemente können Blumen, Kerzen, Bilder und persönliche Gegenstände des Verstorbenen eingesetzt werden.

Auch die Urne beziehungsweise der Sarg des Verstorbenen werden in der Regel mit Blumenarrangements versehen, die von Floristen angefertigt werden. Die Floristik für eine Bestattung wird von den nächsten Angehörigen nach Vorlieben des Verstorbenen oder eigener Einschätzung gewählt. Hierzu zählen:

  • Sargbuketts
  • Urnenbuketts
  • Kränze
  • Sträuße

Gäste der Trauerfeier haben ebenfalls die Möglichkeit, einen Kranz oder Strauß beizusteuern. Blumenarrangements sind in verschiedenen Formen und Farben erhältlich und werden mit Schleifen verziert, die den Namen und einen Gruß des Schenkenden enthalten. Die bestellte Floristik bringt der Bestatter am Tag der Trauerfeier mit auf dem Friedhof und arrangiert diese. Nach der Grablegung dienen die Blumengestecke als Dekoration auf dem Grab.

Musikalische Begleitung

Die Trauerfeier kann von Musik begleitet werden, die den Vorlieben des Verstorbenen entspricht oder die Gefühlswelt der Angehörigen widerspiegelt. Die Trauermusik spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Trauerfeier. Musikstücke können von einem Chor oder Sänger, einer Liveband oder Kapelle sowie durch ein Orgelspiel oder eine CD vorgetragen werden. Die musikalische Begleitung kann sehr individuell gestaltet werden und ist an keine Vorgaben gebunden.

Der Tag der Beisetzung

Am Tag der Beisetzung sind nahestehende Angehörige oft sehr erschöpft und emotional aufgewühlt. Ob eine Fahrt mit dem eigenen Auto ratsam ist, sollte individuell entschieden werden. Vor Ort ist es ratsam, eine Vertrauensperson an der Seite zu haben, sollte keine Familie mehr vorhanden sein.

Vorherige Abschiednahme

Je nach Bestattungsart kann auch bereits vor der offiziellen Trauerfeier eine Abschiednahme für nahe Angehörige organisiert werden. So haben die Angehörigen noch einmal die Möglichkeit, sich in aller Stille am offenen oder geschlossenen Sarg vom Verstorbenen zu verabschieden. Bei einer Urnenbeisetzung besteht die Möglichkeit, eine Beigabe in die Urne zu legen. Dies sollte jedoch unbedingt mit dem Bestatter abgesprochen sein.

Ablauf der Trauerfeier

Der Trauerredner begrüßt die Trauergäste vor der Friedhofskapelle und bittet sie in die Trauerhalle. Beginn und Abschluss der Trauerfeier werden in der Regel musikalisch begleitet. Eine gewöhnliche Trauerfeier mit Trauerredner dauert etwa eine halbe Stunde.

Am Ende der Trauerfeier stellt sich die Trauergemeinde zu einem Trauerzug zur Grabstelle auf. Der Trauerredner führt den Trauerzug gefolgt vom Sarg oder der Urne an. Dahinter reiht sich die Trauergemeinde ein. Nahe Angehörige gehen direkt hinter dem Sarg. Bekannte und Kollegen bilden das Ende des Trauerzuges. Der Gang zur Grabstelle kann je nach Witterungsbedingungen musikalisch begleitet werden.

An der Grabstelle hat die Trauergemeinde die Möglichkeit, einen letzten Gruß mit Erde, Blumen oder anderen persönlichen Dingen in die Grabstelle zu geben. Im Anschluss an die Grablegung folgen Beileidsbekundungen an die Hinterbliebenen. Die Familie des Verstorbenen kann jedoch auch davon absehen. Zuletzt schließt der Trauerredner die Trauerfeier mit einer Verabschiedung und lädt gegebenenfalls zu einem anschließenden Leichenschmaus ein.




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