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Himmelsbestattung: Asiatisches Begräbnisritual mit Geiern

Die bekanntesten Bestattungsarten sind die Erd- und die Feuerbestattung. Auch die Seebestattung ist in der europäischen Kultur nicht mehr außergewöhnlich, in jüngster Zeit nehmen auch die Baumbestattungen hierzulande zu. Was uns allerdings häufig nicht vertraut ist, sind die Arten der Bestattung außerhalb unseres Kulturkreises. Im asiatischen Raum ist unter anderem die Himmelsbestattung weit verbreitet.

Zwar sind auch die Erd- und die Feuerbestattungen in Asien verbreitet, dennoch wird in einigen Ländern nach wie vor auch die Himmelsbestattung als Bestattungsart genutzt. Zu unterscheiden sind dabei unbedingt die Bedeutungen des Begriffs in den verschiedenen Regionen der Erde. 

Wie läuft eine Himmelsbestattung in asiatischen Ländern ab?

In Tibet ist diese Bestattungsart noch heute eine häufig angewandte Methode. Nach dem Todesfall wird der Körper des Verstorbenen noch einige Tage im Haus aufgebahrt. In dieser Zeit soll sich die Seele vom Körper lösen und diesen schließlich verlassen. Die Zeremonie der Bestattung beginnt bereits vor dem Sonnenaufgang. Der entkleidete Körper wird zum Ort der Bestattung gebracht, der sich in freier Natur befindet. Teil dieser Zeremonie ist, dass der leblose Körper vom Bestatter zerteilt wird. Anschließend werden die einzelnen Teile des Leichnams den Geiern überlassen, die diese fressen. Nach tibetischem Glauben wird nach einem Todesfall die Person derart in den Zustand zwischen dem Tod und der folgenden Wiedergeburt verbracht. 


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Ähnlich verläuft die Zeremonie in der Mongolei, wobei die Himmelsbestattung dort heutzutage immer seltener durchgeführt wird. In der Mongolei wird der Körper der verstorbenen Person nicht zerteilt. Er wird im Ganzen in der Steppe abgelegt, wo Geier ihn fressen können. 

Solche Bestattungsarten mögen Europäern zunächst befremdlich erscheinen. In den praktizierenden Ländern wie Tibet oder der Mongolei ist dies jedoch eine übliche und völlig normale Vorgehensweise nach einem Todesfall. Zum einen ist der Boden in vielen Regionen in Tibet und der Mongolei zu hart, um eine Erdbestattung durchführen zu können. Außerdem fehlt das für eine Feuerbestattung benötigte Brennholz. So bleibt oftmals nur die Himmelsbestattung als einzige mögliche Bestattungsform. In Deutschland ist diese Bestattungsart nicht erlaubt, da Friedhofspflicht herrscht.

Was ist eine Himmelsbestattung nach europäischer Vorstellung?

Im europäischen Raum sind im Sprachgebrauch mit Himmelsbestattungen oftmals Luftbestattungen, Windbestattungen oder Flugbestattungen gemeint. Diese unterscheiden sich jedoch grundlegend von den Himmelsbestattungen in der asiatischen Kultur.

Bei diesen Bestattungsarten der europäischen Kultur erfolgt vor der Beisetzung zunächst die Feuerbestattung des Leichnams. Die Asche wird anschließend mithilfe eines Flugzeuges oder eines Ballons in der Luft verstreut. Dabei können die Angehörigen anwesend sein, wobei es immer auf die Kapazität des Flugobjektes ankommt. Die Bestattungsart zielt zwar gleichermaßen darauf ab, den Toten dem Himmel näher zu bringen, die Vorgehensweise unterscheidet sich jedoch grundlegend.



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