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Edelsteinbestattung: Veredelung der Kremierungsasche zum Edelstein

Außergewöhnliche Bestattungsarten sind immer gefragter. Bei der Edelsteinbestattung handelt es sich um eine Bestattungsart, bei der ein Teil der Asche eines Verstorbenen zu einem individuellen Edelstein verarbeitet wird. Wir bieten Ihnen einen Überblick über Vorteile, Kosten und den Ablauf einer Edelsteinbestattung.

Hintergrund der Edelsteinbestattung

Die Edelsteinbestattung bietet eine Alternative zur herkömmlichen Sarg- oder Urnenbestattung. Immer mehr Menschen unterschiedlichster sozialer Schichten und Hintergründe interessieren sich für diese besondere Art der Bestattung.

Die Schmuckherstellung mit Edelsteinen geht auf eine lange Tradition zurück. Neben Gold und Silber bestand bereits in der Antike großes Interesse an Edelsteinen. Antike Völker und Kulturen wie die Babylonier, die alten Griechen, Ägypter und Phönizier ordneten Edelsteinen seit jeher spezielle Funktionen zu und assoziierten die Schmucksteine mit bestimmten Lebensbereichen. Bis heute werden Edelsteine mit Vorliebe zu individuellen Schmuckstücken verarbeitet und stellen für viele Menschen persönliche Glücksbringer dar.

Eine Edelsteinbestattung setzt die Kremation des Verstorbenen voraus. Innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen wird der Edelstein mit der Kremationsasche „energetisiert“. Dieses Verfahren ist aus der Esoterik und Homöopathie bekannt. Der Edelstein wird in einer dafür vorgesehenen Vorrichtung in ständigen Kontakt mit der Asche des Verstorbenen gebracht und somit „energetisch aufgeladen“. Da der Edelstein selbst keinerlei Bestandteile der Kremationsasche aufnimmt oder enthält, ist das Verfahren auch in Deutschland zugelassen. Die Asche des Verstorbenen wird anschließend regulär beigesetzt.

Vor- und Nachteile einer Edelsteinbestattung

Zahlreiche Optionen für die Beisetzung

Die Edelsteinbestattung ermöglicht als eine Variante der Feuerbestattung diverse Beisetzungsarten. Nach der Einäscherung des Verstorbenen und der Verarbeitung eines kleinen Ascheanteils zu einem Edelstein kann die Restasche hierzulande im Meer, im Wurzelwerk eines Baumes, auf einer Streuwiese oder in einem klassischen Grab beigesetzt werden. Damit ist die Edelsteinbestattung eine besonders vielseitige Bestattungsvariante.

Persönliches Erinnerungsstück

Bei der Edelsteinbestattung kann ein Edelstein mit der Asche eines Verstorbenen in Verbindung gebracht und „energetisiert“ werden. Dabei handelt es sich mehr um einen symbolische Akt als um ein wissenschaftliches Verfahren. Hinterbliebenen spendet ein solcher Stein häufig Trost, da der geliebte Mensch einen trauernden Angehörigen auch über den Tod hinaus begleitet.

Längere Bearbeitungszeit

Ein wesentlicher Unterschied zur Erdbestattung ist bei einer Edelsteinbestattung als Variante der Feuerbestattung die Zeitspanne zwischen Todeszeitpunkt und Trauerfeier. Durch die Einäscherung des Verstorbenen kann es zu einer längeren Bearbeitungszeit kommen.

Einleitung einer Edelsteinbestattung

Ausstellung der Todesbescheinigung

Um im Todesfall eine Edelsteinbestattung einzuleiten, muss umgehend ein Arzt benachrichtigt werden. Dieser stellt den Tod fest und fertigt eine Todesbescheinigung an, die für die Beantragung der Sterbeurkunde und alle weiteren Schritte erforderlich ist. Die Leichenschau muss innerhalb von 12 Stunden nach Eintritt des Todes vorgenommen werden. Die Todesbescheinigung wird abhängig vom Ort, an dem der Sterbefall eingetreten ist, nach einer Leichenschau von einem Arzt ausgestellt.

Ort des Sterbefalls Was zu tun ist
Sterbefall im eigenen Zuhause Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder den Notruf unter der Nummer 112
Sterbefall im Krankenhaus, Pflegeheim Ausstellung der Todesbescheinigung wird von der Einrichtung organisiert
Sterbefall im öffentlichen Bereich Verständigen Sie den Notruf unter der Nummer 112

Beauftragung eines Bestatters

Anschließend sollten Sie einen Bestatter kontaktieren, der die gesamte Organisation und Ausführung der Bestattung übernimmt. In der Regel beantragt der Bestatter für Sie auch die Sterbeurkunde und übernimmt die Abmeldung bei Versicherungen. Nehmen Sie sich etwas Zeit und vergleichen Angebote verschiedener Bestatter. Die Preise und Leistungen können zum Teil stark variieren.

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Abholung und Überführung des Verstorbenen

Als Überführung eines Leichnams wird die Abholung des Verstorbenen vom Sterbeort durch den Bestatter und der Transport zu den Kühlräumen des Bestatters oder Krematoriums bezeichnet. Je nach Bundesland haben Sie nach einem Sterbefall zwischen 24 und 48 Stunden Zeit, ehe die Überführung durchgeführt sein muss.

Zweite Leichenschau

Die sogenannte „zweite Leichenschau“ ist vor der Kremation gesetzlich vorgeschrieben. Diese erfolgt im Krematorium und wird von einem Amtsarzt durchgeführt. Die zweite Leichenschau dient dazu, zweifelsfrei auszuschließen, dass die Todesursache nicht-natürlich ist und beispielsweise auf eine Gewalttat zurückführt. Nach einer Kremation ist diese Überprüfung nicht mehr möglich.

Hygienische Versorgung des Verstorbenen

Durch eine hygienische Versorgung wird der Verstorbene für die Feuerbestattung vorbereitet. Insbesondere bei einer Aufbahrung des Verstorbenen vor der Verbrennung ist ein würdevoller und friedlicher Anblick für die Trauergemeinde von Bedeutung. Die hygienische Versorgung umfasst unter anderem das Waschen und die Einbalsamierung des Körpers, die Rekonstruktion des ästhetischen Erscheinungsbildes sowie die kosmetische Behandlung des Verstorbenen. Mund und Augen bleiben üblicherweise geschlossen.

Einkleidung des Verstorbenen

In den meisten Krematorien ist es gestattet, den Verstorbenen in eigener Kleidung zu kremieren. Jedoch muss darauf geachtet werden, dass diese aus reiner Baumwolle besteht. Kleidung aus synthetischen Stoffen ist nicht zulässig. Da die Bestimmungen je nach Krematorium variieren, sollten Sie die Regelungen in der zuständigen Kremationsstätte oder bei Ihrem Bestatter erfragen.

Kremierung

Kremationsanlagen sind so konzipiert, dass jeder Leichnam einzeln und nach höchsten hygienischen Standards eingeäschert wird. Dies schließt die Verwechslung der Asche von verschiedenen Verstorbenen aus. Vor der Kremation wird ein Stein aus feuerfestem Ton mit der Identifikationsnummer des Toten neben den Sarg gelegt. Dieser garantiert nach der Kremation die zweifelsfreie Zuordnung der Asche.

Der Prozess der Einäscherung dauert je nach natürlicher Beschaffenheit des Körpers etwa 90 Minuten. Die Temperatur beträgt dabei bis zu 1200° C. Nach der Kremation wird lediglich die Asche in die Aschekapsel gefüllt. Nicht-verbrennbare Substanzen wie Zähne, Implantate und mineralische Knochenbestandteile werden herausgefiltert.

Anschließend wird die Asche in eine Aschekapsel umgefüllt, die später in eine Urne eingesetzt wird. Der Stein mitsamt Identifikationsnummer kommt mit in die Aschekapsel. Auf dem Verschluss der Aschekapsel werden alle wichtigen Daten des Verstorbenen sowie der Name des Krematoriums und das Datum der Einäscherung vermerkt.

Erledigung von Formalitäten

Anschließend kommt die Erledigung verschiedener Formalitäten für die Organisation einer Sterbeurkunde sowie die Kündigung verschiedener Verträge auf Sie zu. Der Bestatter ist Ihnen dabei behilflich und kann sämtliche Behördengänge für Sie übernehmen.

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Organisatorisches für die Edelsteinbestattung

Vor einer Beisetzung müssen einige Dinge entschieden werden. Dabei steht Ihnen ein Bestatter zur Seite, der Sie zu verschiedenen Beisetzungs- und Grabvarianten berät, der mit Ihnen zusammen den Umfang der Trauerfeier plant und die Zusammenkunft nach der Beisetzung organisiert. In einem Trauergespräch können Sie verschiedene Punkte mit dem Bestatter klären:

  • Beisetzungsvariante
  • Urnenauswahl
  • Offene oder geschlossene Aufbahrung vor der Kremation
  • Trauerkarten, Traueranzeige
  • Floristik und andere Dekoelemente
  • Termin für die Trauerfeier
  • Ort für die Trauerfeier
  • Programmpunkte für die Trauerfeier
  • Trauerredner
  • Musiker
  • Grabwahl
  • Leichenschmaus
Hinweis:

Sprechen Sie ihre Wünsche und Vorstellungen mit dem Bestatter ab. Je konkreter Sie wissen, wie die Bestattung gestaltet werden soll, desto entspannter gestaltet sich die gesamte Planung.

Urne

Bei einer Edelsteinbestattung ist die Einäscherung des Verstorbenen erforderlich. Innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen wird ein Edelstein mit der Kremationsasche „energetisiert“. Dieses Verfahren ist aus der Esoterik und Homöopathie bekannt. Der Edelstein wird in einer dafür vorgesehenen Vorrichtung in ständigen Kontakt mit der Asche des Verstorbenen gebracht und somit „energetisch aufgeladen“.

Die Asche wird anschließend in eine versiegelte Kapsel umgefüllt. Diese wird letztlich in eine Überurne, auch Schmuckurne genannt, gesetzt und nach Wünschen der Angehörigen bestattet. Je nach Beisetzungsart kann auch auf eine Überurne verzichtet werden.

Wird die Urne anschließend im Erdreich beigesetzt, muss die Urne aus einem biologisch zersetzbaren Material bestehen. Dabei kommen unbehandeltes Holz, weich gebrannte Keramik oder Naturkautschuk in Frage. Urnen aus Glas, emailliertem Metall oder fest gebrannter Keramik sind bei einer Erdbestattung nicht zugelassen. Diese Urnenvarianten können jedoch in Kolumbarien beigesetzt werden. Bei einer Seebestattung werden bestimmte Urnen eingesetzt, die sich innerhalb weniger Stunden vollständig auflösen.

Kremationssarg

Auch bei der Kremation wird in Deutschland laut Gesetzgebung ein Verbrennungssarg benötigt. Diese sind weniger stabil als Särge, die bei einer klassischen Erdbestattung zum Einsatz kommen, da sie dem Druck unter der Erde nicht standhalten müssen. Zudem sind sie meist nicht verziert, da sie ohnehin verbrannt werden. Die Särge können je nach Wunsch auch aufwändig gestaltet werden.

Aufbahrung

Die Aufbahrung des Verstorbenen bietet der Trauergemeinde die Möglichkeit, vor der Kremation auf eine besonders würdigende Weise Abschied vom Verstorbenen zu nehmen. Der geschmückte Sarg wird dabei in Trauerräumlichkeiten sichtbar für die Trauergemeinde platziert. Bei einer Aufbahrung kann der Sargdeckel geöffnet werden oder geschlossen bleiben. Eine offene Aufbahrung spendet durch den friedlichen Anblick des Verstorbenen häufig Trost und kann bei der Trauerbewältigung der Angehörigen helfen, ehe die Kremation durchgeführt wird.

Bestattungsort

Die Wahl des Bestattungsortes ist abhängig von der Beisetzungsart, den finanziellen Mitteln des Kostenträgers sowie einer möglicherweise bereits vorhandenen Grabstelle. In Deutschland besteht die Friedhofspflicht, die vorschreibt, dass ein Verstorbener an einem dafür genehmigten Ort beigesetzt werden muss. Hierzulande kommen dafür Friedhöfe, die Nord- oder Ostsee sowie der FriedWald in Frage.

Grabstätte

In Abhängigkeit vom Beisetzungsort kann zwischen unterschiedlichen Grabstätten für die Restasche gewählt werden. Bei Grabstellen auf einem Friedhof haben Sie beispielsweise die Wahl zwischen einem Reihengrab und einem Wahlgrab. Bei einem Reihengrab wird Ihnen von der Friedhofsverwaltung ein Grabplatz zugewiesen, an dem Sie ein Nutzungsrecht für 20-25 Jahre erhalten, das in der Regel nicht mehr verlängert werden kann. Beim Wahlgrab können Sie sich bei einer Besichtigung mit einem Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung einen freien Platz aussuchen und erhalten ebenfalls die Nutzungsrechte für 20-25 Jahre. Der Wahlgrabplatz kann nach Ablauf der Ruhefrist verlängert werden. Je nach Beisetzungsart stehen weitere Grabstätten zur Wahl:

  • Grab (Wahlgrab, Reihengrab, Anonymes Grab)
  • Kolumbarium
  • Gruft
  • Urnenstele
  • Röse
  • Ascheverstreuung
  • Baumbestattung
  • Seebestattung

Baum- und Seebestattungen bieten in Deutschland eine Alternative zur üblichen Grabbeisetzung. Bei der Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen auf dem Meer versenkt. Bei einer Baumbestattung wird diese im Bereich der Baumwurzeln beigesetzt.

Bestattungstermin

Die „Energetisierung“ eines Edelsteins benötigt in der Regel zwei Wochen. Anschließend wird die Asche regulär in einer Urne beigesetzt. Angehörige sollten sich rechtzeitig um die Anmeldung der Trauerfeier bemühen, um umstandslos weiterplanen zu können. Der Bestatter ist Ihnen hierbei behilflich.

Gästeliste für die Trauerfeier

Die Wahl der Gästeliste für eine Trauerfeier sollte sich nach den Wünschen des Verstorbenen richten. So zählen Hinterbliebene aus der nahen Verwandtschaft neben Freunden und Kollegen des Verstorbenen zur Trauergemeinde. Auch entfernte Verwandte und Bekannte können bei der Einladung bedacht werden. Allerdings sollten Sie längere Anreisewege für Angehörige bei Bestattungen im Ausland berücksichtigen.

Traueranzeige

Vor der Beisetzung haben Sie die Möglichkeit, eine Traueranzeige aufzugeben und darin den Beisetzungstermin bekanntzugeben. So können Sie öffentlich zur Beisetzung des Verstorbenen einladen. Sie sollten sich jedoch rechtzeitig um die Einreichung der Anzeige bei den Zeitungen bemühen, da diese unterschiedliche Redaktionsschlüsse haben. Darüber hinaus können Sie Trauer- sowie Dankeskarten für die Anteilnahme drucken zu lassen.

Dekoration und Floristik

Wenn die Beisetzung auf einem christlichen Friedhof stattfinden soll, kann die Trauerfeier meist in einer Kapelle oder Trauerhalle des Friedhofes ausgerichtet werden. Die Trauerhalle kann nach individuellen Wünschen geschmückt werden. Dabei sollten jedoch die Vorgaben der Friedhöfe beachtet werden. Als dekorative Elemente am Beisetzungsort können Blumen, Kerzen, Bilder und persönliche Gegenstände des Verstorbenen eingesetzt werden.

Auch die Urne des Verstorbenen wird in der Regel mit Blumenarrangements versehen, die von Floristen angefertigt werden. Die Floristik für eine Bestattung wird von den nächsten Angehörigen nach Vorlieben des Verstorbenen oder eigener Einschätzung gewählt. Hierzu zählen:

  • Urnenbuketts
  • Trauerkränze
  • Trauersträuße

Gäste der Trauerfeier haben ebenfalls die Möglichkeit, einen Kranz oder Strauß beizusteuern. Blumenarrangements sind in verschiedenen Formen und Farben erhältlich und werden mit Schleifen verziert, die den Namen und einen Gruß des Schenkenden enthalten.

Hinweis:

Bei einigen alternativen Bestattungsvarianten dürfen am Beisetzungsort keinerlei dekorative Elemente hinterlassen werden. Bei Baum- und Seebestattungen gelten beispielsweise bestimmte Sonderregelungen.

Musikalische Begleitung

Die Trauerfeier kann von Musik begleitet werden, die den Vorlieben des Verstorbenen entspricht oder die Gefühlswelt der Angehörigen widerspiegelt. Die Trauermusik spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Trauerfeier. Musikstücke können von einem Chor oder Sänger, einer Liveband oder Kapelle sowie durch ein Orgelspiel oder eine CD vorgetragen werden. Die musikalische Begleitung kann sehr individuell gestaltet werden und ist an keine Vorgaben gebunden.

Trauerrede

Sofern Sie eine Trauerrede wünschen, aber selbst keine Rede halten möchten, haben Sie die Wahl zwischen einem christlichen und einem weltlichen Redner. Diese werden sich in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen über den Verstorbenen unterhalten. Auf diese Weise kann der Trauerredner die verstorbene Person näher kennenlernen und in der Trauerrede darstellen, was den Verstorbenen ausgemacht hat.

Die Grabrede ist eine besondere Art der Trauerrede und findet direkt am Grab des Verstorbenen statt. Ein Grabredner, der nicht aus dem Umfeld des Verstorbenen stammt, ermöglicht es Angehörigen, in ihrer Trauer nicht vor der Trauergemeinde sprechen zu müssen und dem Verstorbenen dennoch eine würdigende Rede zukommen zu lassen.

Leichenschmaus

Im Anschluss an die Beisetzung findet häufig ein Leichenschmaus, auch Trauerkaffee genannt, statt. Angehörige können sich in gelöster Umgebung über Erinnerungen austauschen und dem Verstorbenen gemeinsam gedenken. Als Lokalität können Restaurants, Gaststätten oder das eigene Zuhause gewählt werden. Das Menü während des Leichenschmauses beinhaltet in der Regel Kaffee und Kuchen oder ein Lieblingsgericht des Verstorbenen.

Ablauf der Herstellung eines Edelsteins

Nach der Kremation des Verstorbenen wird der gewählte Edelstein innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen mit der Kremationsasche „energetisiert“. Dieses Verfahren ist aus der Esoterik und Homöopathie bekannt. Der Edelstein wird in einer dafür vorgesehenen Vorrichtung in ständigen Kontakt mit der Asche des Verstorbenen gebracht und somit „energetisch aufgeladen“.

Ständige Qualitätskontrollen garantieren den pietätvollen Umgang mit der Asche eines Verstorbenen während des Verfahrens. Eine Verwechslung des Edelsteins oder der Kremationsasche ist ausgeschlossen, da die Aschekapsel und der ausgewählte Edelstein eine eindeutige Kennzeichnung erhalten.
Jeder Edelstein ist ein echtes und einzigartiges Naturprodukt und kann im Anschluss an die Energetisierung individuell verarbeitet werden. Der Edelstein kann beispielsweise als Schmuckstück getragen oder zu einem Schmuckgegenstand verarbeitet werden. Häufig gewählte Edelsteine für eine Edelsteinbestattung sind:

  • Sardonyx
  • Rosenquarz
  • Bergkristall
  • Amethyst

Es besteht außerdem die Möglichkeit, andere persönliche Schmuckstücke wie zum Beispiel einen Ehering energetisieren zu lassen. Nach dem Verfahren wird der Edelstein den Angehörigen zusammen mit einem sogenannten „Energetisierungszertifikat“ ausgehändigt.

Da der Edelstein selbst keinerlei Bestandteile der Kremationsasche aufnimmt oder enthält, ist das Verfahren auch in Deutschland zugelassen. Die Asche des Verstorbenen wird anschließend nach den Wünschen der Angehörigen beigesetzt.

Kosten

Bei einer Edelsteinbestattung fallen Kosten für die Kremation des Verstorbenen an. Diese können regional und je nach Träger der Einrichtung variieren. Mit Kosten von 250 bis 350 Euro ist jedoch zu rechnen. Ebenso müssen die Kosten für die zweite Leichenschau mit einkalkuliert werden. Diese liegen meist zwischen 30 und 70 Euro.

Die Kosten für einen Edelstein und dessen Energetisierung betragen in der Regel zwischen 400 und 800 Euro. Zusätzlich fallen Kosten für die Beisetzung des Verstorbenen an. Der Umfang der Trauerfeier richtet sich nach den Wünschen der Angehörigen und ist entscheidend für die Gesamtkosten der Bestattung.

Langfristig ist die Urnenbeisetzung jedoch eine kostengünstige Bestattungsvariante, da durchschnittlich geringere Grabpflege- und Friedhofskosten anfallen als bei einer klassischen Erdbestattung im Sarg.

Kremationsverfügung

Sofern Sie den Wunsch haben, via Feuerbestattung bestattet zu werden, können Sie bereits zu Lebzeiten eine Einäscherungsverfügung verfassen. Diese stellt sicher, dass Ihr Wunsch berücksichtigt wird. Für eine Kremationsverfügung reicht ein handschriftliches Schriftstück, auf dem Sie unterschrieben vermerken, dass die Kremation Ihr letzter Wunsch ist. Es bedarf keiner notariellen Beglaubigung.

Hinweis:

Vermerken Sie die Bestattungswünsche nicht im Testament. Dieses wird oft erst Wochen nach der Beisetzung geöffnet.

Suchen Sie hinsichtlich Ihrer Bestattungswünsche auch ein offenes Gespräch mit Ihrer Familie. Im Todesfall erleichtert die Kenntnis Ihrer Wünsche den Hinterbliebenen viele Entscheidungen und den organisatorischen Aufwand der Bestattung. Halten Sie Ihre Wünsche schriftlich fest und bewahren Sie diese an einem gut zugänglichen Ort auf, der Ihrer Familie ebenfalls bekannt ist.

Bestattungsvorsorge

Eine Edelsteinbestattung kann bereits zu Lebzeiten geplant und nach eigenen Vorstellungen gestaltet werden. So werden nicht nur den Hinterbliebenen Entscheidungen erleichtert, sondern auch gewährleistet, dass die eigene Bestattung entsprechend persönlicher Wünsche gestaltet wird.

Eine Bestattungsvorsorge kann in Form einer Bestattungsverfügung oder einem Vorsorgevertrag getroffen werden. Darin können Sie frühzeitig festlegen, in welcher Form und an welchem Ort die eigene Beisetzung erfolgen soll. Darüber hinaus können Sie jedes weitere Detail für eine Trauerfeier und zugehörige Programmpunkte festlegen. Ein weiterer Vorteil der Bestattungsvorsorge ist die Eröffnung eines Treuhandkontos für sämtliche Bestattungskosten, die auf Ihre Angehörigen zukommen.

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Bestattungsgesetz

In Deutschland wird die Durchführung von Bestattungen mit einem Bestattungsgesetz geregelt, das sich je nach Bundesland unterscheiden kann. Bestimmte Regelungen gelten jedoch deutschlandweit.

Bestattungspflicht

Die Bestattungspflicht gilt deutschlandweit und gibt vor, innerhalb welches Zeitrahmens die Bestattung eines Verstorbenen erfolgen muss. Je nach Bundesland muss die Überführung des Verstorbenen zwischen 24 und 48 Stunden nach Eintritt des Todes durchgeführt werden.

Zweite Leichenschau

Für eine Kremation ist die sogenannte „zweite Leichenschau“ gesetzlich vorgeschrieben. Diese erfolgt im Krematorium und wird von einem Amtsarzt durchgeführt. Die zweite Leichenschau dient dem zweifelsfreien Ausschluss eines unnatürlichen Todes. Nach einer Kremation ist dies nicht mehr möglich.

Sargpflicht

Die in Deutschland geltende Sargpflicht ist auch bei der Kremation vorgeschrieben. Dies bedeutet, dass auch für die Kremation ein Sarg erworben werden muss, der ebenfalls kremiert wird. Die Kremation im Sarg bietet auch Vorteile für den Kremationsprozess.

Friedhofspflicht

In Deutschland gilt die Friedhofspflicht. Diese schreibt vor, dass physische Teile eines verstorbenen Menschen lediglich an dafür vorgesehenen Orten aufbewahrt werden dürfen. Urnenbestattungen sind in Deutschland auf Friedhöfen, in der Nord- und Ostsee sowie in FriedWald-Standorten möglich.

Totenfürsorgepflicht

Sofern der Verstorbene keine Bestattungsvorsorge getroffen und seinen Willen nicht dokumentiert hat, liegt die gesamte Organisation und Gestaltung der Bestattung laut Totenfürsorgepflicht bei dessen nächsten Familienangehörigen.

Kostentragungspflicht

Die Kostentragungspflicht sieht vor, dass die Finanzierung einer Bestattung durch die Erben des Verstorbenen erfolgt. Sofern keiner der Angehörigen und Erbberechtigten im Stande ist, die Bestattungskosten zu tragen, kann eine Sozialbestattung beantragt werden.




Haben Sie Fragen? Unsere Bestattungsexperten helfen gerne