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Buddhistische Bestattungen

In Deutschland gibt es rund 250.000 Menschen, die nach dem buddhistischen Glauben leben. Viele von ihnen wünschen sich im Falle ihres Todes eine buddhistische Bestattung. Diese Art der Bestattung hat ihre ganz eigenen Rituale und Abläufe. Wir erklären, was eine buddhistische Bestattung ausmacht.

Buddhisten glauben, dass mit dem Tod nur eine Phase zu Ende geht, der Geist des Menschen den alten Körper verlässt und die Seele in einem neuen Körper wiedergeboren wird. Diese ewige Wiedergeburt in einer neuen Existenz endet erst, wenn die Seele es schafft, alle anderen Lebewesen gänzlich wertfrei zu betrachten und sich von allen irdischen Gütern loszusagen. Erst mit dem Zustand der Erleuchtun geht die Seele ins Nirvana – das Paradies der Buddhisten – über.

Buddhistische Riten

So komplex die Lehren des Buddhismus sind, so groß ist die Vielzahl an unterschiedlichen Bestattungsriten dieser Religion. Generell ist es im Rahmen buddhistischer Bestattung üblich, den Verstorbenen bis zu drei Tage zuhause oder in einem Tempel aufzubahren. Verstirbt der Buddhist im Krankenhaus oder in einem Pflegeheim, wird der Leichnam nachhause überführt. Dort haben die Angehörigen und andere Trauergäste die Gelegenheit, sich vom Verstorbenen zu verabschieden. Meist wird er für die Trauerfeier nur in ein weißes Leinentuch gewickelt.


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Gestaltung der Trauerfeier

Während der Aufbahrung darf der Leichnam nicht berührt werden, da die Buddhisten glauben, dass Berührungen den Sterbeprozess unterbrechen könnten. Stattdessen singt die Trauergemeinde Lieder und rezitiert religiöse Texte, wie etwa das Herz-Sutra, einer der bekanntesten buddhistischen Texte. Gemeinsam wird meditiert, oftmals im Beisein von Mönchen, die für ihre Anwesenheit bei der Abschiedszeremonie von den Hinterbliebenen mit Almosen vergütet werden. Der Mönch nimmt auch die Weihung des Sarges vor. Diese Rituale sollen die Wiedergeburt des Verstorbenen positiv beeinflussen. Je nach buddhistischer Strömung fällt der Umfang der Riten unterschiedlich aus. Während die Trauerfeier im tibetischen Buddhismus viele Riten umfasst, fallen die Feierlichkeiten im Zen-Buddhismus sehr schlicht aus.

Bestattungsarten im Buddhismus

Im Buddhismus sind sowohl Erdbestattungen als auch Feuerbestattungen üblich, letztere sind jedoch am häufigsten verbreitet. Im Anschluss an die Kremation wird die Urne mit der Asche des Verstorbenen 49 Tage im Tempel aufbewahrt, bevor sie beigesetzt wird.

In Tibet gibt es eine weitere Variante der buddhistischen Bestattung – die Himmelsbestattung. Bei dieser wird der Leichnam im offenen Gelände abgelegt und von Geier verspeist. Die Tradition der Himmelsbestattung geht auf die überwiegend felsige und holzarme Landschaft Tibets zurück, die die Feuerbestattung und das Ausheben von Gräbern erschweren.

Buddhistische Bestattungen in Deutschland

Generell ist die Aufbahrung des Verstorbenen zu Hause in Deutschland möglich. Wie lange der Leichnam aufgebahrt werden darf, ist von den Regelungen des jeweiligen Bundeslandes abhängig. Die deutschen Bestattungsgesetze ermöglichen hierzulande auch die buddhistische Bestattung auf überkonfessionelle Friedhöfen. In Berlin und Hannover gibt es spezielle buddhistische Friedhöfe und in einigen anderen Städten gibt es Friedhöfe mit buddhistischen Abteilungen. Gibt es keinen gesonderten buddhistische Abschnitt auf dem Friedhof, sind bei der Grabgestaltung oftmals Grenzen gesetzt. Abhängig von der jeweiligen Friedhofssatzung dürfen nur selten Buddha-Statuen als Grabschmuck genutzt werden.



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