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Bestattungskosten: Übersicht über die Kosten einer Beerdigung

Wüssten Sie, welche Bestattungskosten auf Sie zukommen, wenn es zu einem Todesfall in Ihrem näheren Umfeld kommt? Wir zeigen Ihnen, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.
Die Bestattung eines geliebten Menschen kann nicht nur emotional eine große Belastung sein, sondern auch finanziell. Oftmals fällt es dann schwer, einen klaren Kopf zu bewahren und alle anfallenden Kosten zu überschauen. In unserem Ratgeber finden Sie auf einen Blick alles, worauf es bei der Berechnung der Beerdigungskosten ankommt.

wie kommen die Bestattungskosten zustande?

Die Gesamtkosten einer Bestattung setzen sich aus vielen einzelnen Kostenpunkten zusammen und lassen einen hohen Gestaltungsspielraum zu. Per Definition werden bei jeder Bestattung auch Bestattungskosten fällig, wohingegen Beerdigungskosten streng genommen nur bei einer Erdbestattung anfallen. Da der Begriff „Beerdigungskosten“ im Volksmund jedoch synonym für „Bestattungskosten“ steht, werden wir im Folgenden auch beide Begriffe verwenden.

In Deutschland könne die Beerdigungskosten aufgrund regionaler Unterschiede variieren. Wie in anderen Dienstleistungsbereichen kann es außerdem zu erheblichen Preisdifferenzen zwischen verschiedenen Bestattungsunternehmen kommen. Neben den Kosten für den Bestatter müssen auch kommunale Abgaben und Aufwendungen für weitere Dienstleister beachtet werden. Die Bestattungskosten lassen sich also grob in die drei Bereiche untergliedern:

  • Kosten des Bestattungsunternehmens
  • Kosten externer Dienstleister
  • Friedhofsgebühren

Vorgeschriebene Leistungen und optionale Leistungen

Hinterbliebene können die gesamten Kosten einer Beerdigung durch bestimmte Entscheidungen beeinflussen. Zwar sind nicht alle Kosten vermeidbar, doch es gibt nur wenige gesetzlich vorgeschriebene Leistungen, die einkalkuliert werden müssen. Diese gesetzlichen Vorschriften beinhalten beispielsweise Regeln zum Transport des Leichnams, die Verwendung von Särgen und Urnen sowie deren Beschaffenheit.

Alle Posten, die sich mit der Gestaltung der Bestattung beschäftigen sind optional. Dabei fallen vor allem der Umfang und die Umsetzung der Trauerfeier finanziell ins Gewicht. Je aufwändiger Dekoration und einzelne Programmpunkte gestaltet sind, desto teurer werden auch die gesamten Bestattungskosten. Der Leistungsumfang des Trauerredners, die Örtlichkeit und Dekoration der Trauerfeier, die Gestaltung des Sarges oder der Urne sowie die Ausrichtung eines anschließenden Leichenschmauses sind Faktoren, die sich auf die Gesamtkosten der Bestattung niederschlagen.


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Unterschiedliche Kosten je nach Bestattungsart

Die Wahl der Bestattungsart hat Einfluss auf die entstehenden Kosten. In Deutschland gibt es zwei grundsätzliche Bestattungsformen, die Erdbestattung sowie die Feuerbestattung, welche eine Kremierung des Leichnams erfordert und bei der die Beisetzung in einer Urne erfolgt.
Für alle weiteren Bestattungsarten ist eine vorherige Kremation erforderlich. Die entsprechenden Kremationskosten müssen also stets einkalkuliert werden. Bei der Erdbestattung hingegen fallen diese nicht an, jedoch muss mit erhöhten Grabnutzungskosten und Kosten für die Grabpflege gerechnet werden.
Die Kosten der Seebestattung werden durch die Beauftragung einer Rederei beeinflusst. Die Kosten einer Baumbestattung variieren je nach Waldfriedhof.

Ist eine Urnenbestattung die günstigste Bestattungsart?

Mittlerweile entscheiden sich immer mehr Menschen für eine Feuerbestattung, da der Pflegeaufwand bei dieser Bestattungsform geringer und kostengünstiger ist. Friedhöfe reagieren wiederum darauf, indem sie die Kosten für Erdgräber senken und Urnengräber entsprechend teurer anbieten. Pauschal lässt sich also nicht sagen, dass eine Urnenbestattung günstiger ist als eine Sargbestattung.
In kleineren Städten befindet sich zudem häufig kein Krematorium, sodass bei einer Feuerbestattung Transportkosten zu einem anderen Standort einkalkuliert werden müssen. Hinzu kommt die zweite Leichenschau durch einen Amtsarzt, die bei jeder Einäscherung gesetzlich vorgeschrieben ist und einen zusätzlichen Kostenpunkt darstellt.


Leistungen des Bestatters

Ein großer Anteil der Gesamtkosten fällt für den Bestatter an, da er die gesamte Organisation und Durchführung der Bestattung übernimmt. Die Kosten variieren je nach Region, Bestattungsanbieter und Leistungsumfang.
Einen detaillierten Überblick über alle Bestattungsleistungen können Sie sich hier verschaffen.

Hinweis:

Tritt der Todesfall im Krankenhaus oder Pflegeheim ein, empfiehlt das Personal vor Ort in der Regel bestimmte Bestattungsunternehmen. Beachten Sie, dass solche Empfehlungen nicht unbedingt auf besonders preiswerte Bestatter hinweisen. Eine eigene Recherche ist immer ratsam.

Das Leistungsspektrum des Bestatters kann schnell recht umfangreich und unübersichtlich ausfallen. Lassen Sie sich vor dem Auftrag ein schriftliches Angebot aushändigen und besprechen Sie mit dem Bestatter, welche Leistungen notwendig beziehungsweise optional sind.

Formalitäten und Urkundengebühren
Abmeldung des Verstorbenen beim zuständigen Meldeamt
Sterbefallanzeige und Beantragung der Sterbeurkunde
Abmeldung bei Krankenkassen, gesetzlichen Rententrägern und sonstigen Versicherungen
Hygienische Grundversorgung
Umkleiden und Einbetten des Leichnams
Totenbekleidung
Aufbewahrung und Kühlung des Leichnams
Überführung
Überführung des Leichnams
Träger zur Abholung und Überführung
Sarg für die Feuerbestattung
Trauerfeier und Services
Beratung und Organisation der Bestattung vor Ort
Organisation und Ausführung der Trauerfeier
Bereitstellung der eigenen Trauerhalle (falls vorhanden)
Sargträger am Grab
Sarg
Urne
Deckengarnitur


Kosten für einen Sarg

Bis ins 19. Jahrhundert war der Sarg ein Privileg der Oberschicht und diente zur Repräsentation und zur Verkündung der christlichen Hoffnung. Heutzutage schreibt die Sargpflicht die Nutzung eines Sarges vor. Auch bei der Einäscherung wird ein Verbrennungssarg benötigt.

Da Särge heutzutage in unterschiedlichen Materialien, Formen, Farben und Varianten angeboten werden, ist das Preisspektrum insgesamt sehr groß. Särge können von Angehörigen auch sehr persönlich und individuell gestaltet werden. Schnitzereien, Verzierungen oder ausgefallene Griffe spielen bei der Preisgestaltung zudem eine Rolle.

Särge werden aus Kiefer-, Eiche-, Mahagoni-, Pappel- und Kirschbaumholz angeboten. Der Preis für einen Kiefernsarg kann beispielsweise zwischen 350 und 1200 Euro liegen. Furnierte Särge sind ebenfalls erhältlich. Ein Kiefernsarg wird dabei so gestrichen, dass die Eichen-Optik imitiert wird.

Kosten für eine Urne

Bei einer Feuerbestattung wird die Asche einer verstorbenen Person nach der Kremation in eine versiegelte Kapsel gefüllt. Diese Aschekapsel wird dann in eine Überurne, auch Schmuckurne genannt, gesetzt. Der Preisumfang für eine Urne ist abhängig von Material und Modell. Je nach Beschaffenheit können die Preise für Urnen zwischen 90 und 500 Euro liegen.
Wird die Urne im Erdreich beigesetzt, muss die Urne aus einem biologisch zersetzbaren Material bestehen. Dabei kommen unbehandeltes Holz, weich gebrannte Keramik oder Naturkautschuk in Frage. Urnen aus Glas, emailliertem Metall oder fest gebrannter Keramik sind bei einer Erdbestattung nicht zugelassen. Diese Urnenvarianten können jedoch in Kolumbarien beigesetzt werden.



Leistungen von Drittanbietern

Bei einer Bestattung können nicht alle Leistungen von einem Bestattungsunternehmen erledigt werden. Drittanbieter bieten weitere Services für die Abwicklung von Bestattungen an. Einen detaillierten Überblick über die externen Bestattungsleistungen erhalten Sie hier.

Für Erstellung des Totenscheins durch einen Arzt entstehen zusätzlich Kosten durch einen Drittanbieter. Bei einer Einäscherung muss außerdem eine kostenpflichtige Kremationsleichenschau durchgeführt werden. Kosten für die Leistungen des Krematoriums für die Einäscherung und den Urnenversand sollten ebenfalls bedacht werden. Für zusätzliche Ausdrucke der Sterbeurkunde und anderer offizieller Dokumente können weitere Posten anfallen, die in die gesamten Beerdigungskosten einfließen.


Leistungen von Drittanbietern
Leichenschau und Ausstellung des Totenscheins
Zweite Leichenschau
Krematorium
Trauerredner für Trauerfeier
Orgelspieler oder Musiker
Sterbebilder
Trauerkarte
Traueranzeige
Trauerkranz
Sargschmuck oder Blumenbukett
Bewirtung der Trauergäste beim Leichenschmaus


Kirchliche Trauerredner werden meist von der Gemeinde unentgeltlich zur Verfügung gestellt, falls der Verstorbene Mitglied in der Kirchengemeinde war. Wenn Hinterbliebene die Trauerrede selbst halten möchten, ist dies auch möglich. Für einen weltlichen Trauerredner fällt hingegen meist ein Honorar an, sofern dieser nicht aus dem persönlichen Umfeld stammt.

Für die musikalische Untermalung während der Beisetzung können Musiker oder ein Organist engagiert werden. Die musikalische Begleitung durch eine elektronische Musikanlage ist ebenfalls möglich. Für die Nutzung der Anlage können beim Vermieter Kosten anfallen.

Um Freunde und Verwandte über einen Todesfall zu informieren, können Trauerkarten und Kaffeeeinleger verwendet werden. Abhängig von Anzahl, Art und Größe der Karten können Kosten zwischen 100 und 200 Euro entstehen.

Eine weitere Möglichkeit, den Todesfall öffentlich bekannt zu geben, ist die Todesanzeige. Der Anzeigenpreis setzt sich aus der Größe der Anzeige und der Auflagenstärke der Zeitung zusammen. Die Preisspanne beträgt zwischen 200 und 600 Euro.

Nach der Beisetzung können Sie den Trauergästen noch Sterbebilder mitgeben. Je nach Auflage und Gestaltungsform können für 50 Exemplare etwa 80 bis 120 Euro anfallen. Die Preise variieren je nach Region und Druckerei.

Ein weiterer Kostenpunkt ist die Trauerfloristik. Hinterbliebene können den Sarg oder die Urne mit einem Blumenbukett oder einem Trauerkranz schmücken. Abhängig von den verwendeten Blumen und der Gestaltung der Floristik können die Preise stark variieren.

Traditionell werden nach einer Beisetzung die engsten Freunde und Verwandten zum Leichenschmaus eingeladen. Die Wahl der Lokalität bestimmt neben dem Umfang der Bewirtung die Gesamtkosten. Der Leichenschmaus kann auch im eigenen zu Hause arrangiert werden, wodurch Servicekosten gespart werden.

Friedhofsgebühren

Neben den Kosten für den Bestatter und Drittanbieter fallen bei einer Beerdigung meist auch Friedhofsgebühren an, insofern die Beisetzung auf dem Friedhof erfolgen soll. Friedhofsgebühren sind häufig einer der größten Kostenpunkte bei einer Bestattung. Die Kosten für zahlungspflichtige Leistungen sind von einzelnen Städten und Kommunen abhängig. Die Kosten des Friedhofs setzten sich aus den folgenden Posten zusammen:

  • Nutzung der Trauerhalle
  • Grabnutzungsgebühren
  • Bestattungsgebühren
  • Friedhofsunterhaltungsgebühr (meist in Grabnutzungsgebühr enthalten)

Mit der Bezahlung der Grabnutzungsgebühren erwerben Hinterbliebene das Nutzungsrecht einer Grabstätte für eine bestimmte Zeit. In der Regel liegt die Ruhedauer auf dem Friedhof zwischen 20 und 30 Jahren. Auch die Art der Grabstätte beeinflusst die Höhe der Grabnutzungsgebühren. Bei Reihengrabstätten schreibt die Friedhofsverwaltung den Beisetzungsort vor. Bei Wahlgrabstätten können die Hinterbliebenen den Ort selbst wählen. Die Möglichkeit der freien Wahl schlägt sich auch auf den Preis nieder und erhöht damit die Gesamtkosten einer Beerdigung.

Folgende Grabarten können je nach Beisetzungsart gewählt werden:


Grabstätte Für Sargbestattung geeignet Für Urnenbestattung geeignet
Reihengrabstätte X X
Wahlgrabstättee X X
Anonyme oder halb-anomyme Grabstätte X X
Aschestreuwiese X
Kolumbarium X X



Die Preisspanne der Grabnutzungsgebühren ist abhängig vom Umfang der Leistungen und regionalen Unterschieden. Diese decken in der Regel auch die Kosten für die Friedhofsunterhaltung ab. Einige Kommunen stellen jedoch eine zusätzlich Friedhofsunterhaltungsgebühr für die Pflege der Wege und Grünflächen in Rechnung.

Zu den Grabnutzungsgebühren kommen außerdem kommunale oder kirchliche Bestattungsgebühren hinzu. Neben dem Öffnen und Schließen des Grabes beinhalten die Gebühren bei einer Erdbestattung die Nutzung des Aufbewahrungsraums, das Abräumen der Kränze und das Einebnen des Grabes durch die Friedhofsmitarbeiter.

Die Kosten für die Nutzung der Trauerhalle auf einem Hauptfriedhof kann mitunter doppelt so teuer sein wie auf einem Friedhof in einem Vorort. Manche Friedhöfe stellen die Halle für 60 Minuten zur Verfügung, andere nur für 30 Minuten. Für zusätzliche Nutzungsminuten in der Trauerhalle fallen weitere Kosten an.

Hinweis:

Fordern Sie die Gebührensatzung des Friedhofes Ihrer Wahl an oder schauen Sie auf den städtischen Seiten im Internet nach. Die jeweiligen Preise sind in den Friedhofsgebührensatzungen der Städte oder Gemeinden nachzulesen.


Kosten für die Grabgestaltung und Grabpflege

Bei einer Erdbestattung fallen erhöhte Kosten für die Grabpflege und –gestaltung an, welche in die gesamten Beerdigungskosten eingeplant werden müssen. Entscheiden Sie sich für einen Grabstein, entstehen Kosten für den Steinmetz, der diesen anfertigt. Je nach Umfang und Materialwahl können für einen Grabstein hohe Kosten entstehen. Außerdem fallen Kosten für die Grabpflege an. Entscheiden sich die Hinterbliebenen, das Grab nicht selbständig zu pflegen, haben sie die Möglichkeit, einen Friedhofsgärtner zu beauftragen.

Kostentragungspflicht bei einer Bestattung

Gesetzlich ist geregelt, wer die Kosten bei einer Bestattung im Todesfall eines Angehörigen trägt. Während die nächsten Hinterbliebenen der verstorbenen Person bestattungspflichtig sind, müssen die Erben oder Unterhaltpflichtigen des Verstorbenen gemäß der Kostentragungspflicht für die Beerdigungskosten aufkommen.

Übernahme der Bestattungskosten bei der Sozialbestattung

Wenn gesetzlich verpflichtete Kostenträger die Bestattungskosten nicht tragen können, übernimmt in Deutschland das Sozialamt die Kosten der Bestattung. Nach §1968 BGB muss die Person selbst bedürftig im Sinne der sozialhilferechtlichen Vorschriften sein, um eine Sozialbestattung beantragen zu können.

Bestattungskosten von der Steuer absetzen

Sofern eine rechtliche Verpflichtung für die Kostenübernahme der Bestattung besteht oder die Kosten freiwillig getragen werden und der Nachlass des Verstorbenen keine Kostenregelung enthält, können Bestattungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht und die Beerdigung von der Steuer abgesetzt werden.




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