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Begräbnis: Bestattung in einem Erdgrab

Unter einem Begräbnis wird die Rückführung eines Verstorbenen in das Erdreich verstanden. Wir haben für Sie alles Wissenswerte rund um den Ablauf und die Organisation eines Begräbnisses zusammengefasst.

Wortdefintionen

Der Begriff „Begräbnis“ ist vor allem in der Alltagssprache gebräuchlich und bezeichnet eine Erdbestattung. Umgangssprachlich wird der Begriff fälschlicherweise häufig als Synonym für sämtliche Bestattungs- und Beisetzungsformen genutzt. Bei den Begrifflichkeiten gibt es allerdings klare Unterschiede:

  • Beerdigung: Bezeichnet eine klassische Erdbestattung
  • Beisetzung: Einbringung eines Verstorbenen in die Grabstätte
  • Bestattung: Fasst den gesamten Bestattungsprozess zusammen

Erdbestattungen werden häufig aus religiösen Motiven gewählt und gehen auf eine lange Tradition im Christen- und Judentum sowie des Islam zurück.

Geschichte

Die Tradition der Erdbestattung entstand aus dem christlichen Gedanken der Auferstehung. Für eine Auferstehung muss der menschliche Körper vollständig erhalten bleiben. Im Christentum wird davon ausgegangen, dass der Mensch von Gott aus Staub erschaffen wurde und er nach Lebensende auch wieder zu Staub verfällt. Aus diesem Grund werden am Grab auch bis heute die Worte „Staub zu Staub und Asche zu Asche“ gesprochen. Die Kremation des Verstorbenen kam für gläubige Christen lange Zeit nicht in Frage.

Für eine Einäscherung fehlten in Deutschland allerdings auch lange Zeit die Möglichkeiten. Das erste Krematorium wurde hierzulande 1878 in Gotha erbaut und eröffnet. Das Gothaer Krematorium ist auch das erste funktionierende Krematorium Europas.

Formalitäten vor einem Begräbnis

Um im Todesfall eine Erdbestattung einzuleiten, muss umgehend ein Arzt benachrichtigt werden. Dieser stellt den Tod fest und fertigt eine Todesbescheinigung an, die für die Beantragung der Sterbeurkunde und alle weiteren Schritte erforderlich ist. Sollte der Todesfall in einer Pflegeeinrichtung oder in einem Krankenhaus eintreten, kümmert sich das Personal um diesen Schritt.

Hinweis:

Nehmen Sie sich etwas Zeit und vergleichen Angebote verschiedener Bestatter. Die Preise können zum Teil stark variieren.

Anschließend sollten Sie einen Bestatter kontaktieren, der die gesamte Organisation und Ausführung der Bestattung übernimmt. In der Regel beantragt der Bestatter für Sie auch die Sterbeurkunde und übernimmt die Abmeldung bei Versicherungen.

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Organisatorisches für das Begräbnis

Vor einem Begräbnis müssen einige Dinge entschieden werden. Dabei steht Ihnen ein Bestatter zur Seite, der Sie zu verschiedenen Grabarten berät, zusammen mit Ihnen den Umfang der Trauerfeier plant und die Zusammenkunft nach der Beerdigung organisiert.

Zu Beginn müssen Sie entscheiden, ob für den Verstorbenen eine Feuer- oder Erdbestattung arrangiert werden soll. Je nach Bestattungsart muss ein Sarg oder eine Urne gewählt werden. Anschließend beginnt die Planung der Bestattung, bei der über dekorative Elemente, Programmpunkte während der Trauerfeier und Ausrichtungsorte entschieden werden muss.

Hinweis:

Sprechen Sie ihre Wünsche und Vorstellungen mit dem Bestatter ab. Je konkreter Sie wissen, wie die Bestattung gestaltet werden soll, desto entspannter gestaltet sich die gesamte Planung.

Wahl der Grabart

Begräbnisse sind deutschlandweit auf Friedhöfen möglich. Bei der Grabstelle haben Sie die Wahl zwischen einem Reihengrab und einem Wahlgrab. Bei Reihengrab wird Ihnen von der Friedhofsverwaltung ein Grabplatz zugewiesen, den Sie für 20-25 Jahre pachten und in der Regel nicht mehr verlängern können. Beim Wahlgrab können Sie sich bei einer Besichtigung mit einem Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung einen freien Platz aussuchen und diesen ebenfalls für 20-25 Jahre pachten. Der Wahlgrabplatz kann nach Ablauf der Ruhefrist verlängert werden.

Grabart Wählbar Pachtzeit Pachtzeit verlängerbar
Reihengrab 20-25 Jahre
Wahlgrab X 20-25 Jahre X

Wahl eines Sarges

Ein Begräbnis muss laut „Sargpflicht“ in einem Sarg stattfinden. Mittlerweile werden Särge in diversen Formen, Farben und Stilen angeboten. Das Angebot stellt für jedes Budget und jede Vorliebe eine Variante bereit.

Muslimische Beerdigungen sind als einzige Ausnahme von der Sargpflicht befreit. Immer mehr deutsche Friedhöfe bieten diese religiöse Form der Bestattung an. Bei einer islamischen Bestattung ist es erlaubt, die Toten lediglich in einem weißen Leinentuch zu beerdigen.

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Traueranzeige

Vor der Beisetzung haben Sie die Möglichkeit, eine Traueranzeige aufzugeben und darin den Beisetzungstermin bekanntzugeben. So können Sie öffentlich zur Beisetzung des Verstorbenen einladen. Sie sollten sich jedoch rechtzeitig um die Einreichung der Anzeige bei den Zeitungen bemühen, da diese unterschiedliche Redaktionsschlüsse haben. Darüber hinaus können Sie Trauer- sowie Dankeskarten für die Anteilnahme drucken zu lassen.

Gestaltung der Trauerfeier

Wenn die Beerdigung auf einem christlichen Friedhof stattfinden soll, kann die Trauerfeier meist in einer Kapelle oder Trauerhalle des Friedhofes ausgerichtet werden. Die Trauerfeier kann verschiedene Programmpunkte beinhalten.

Trauerrede

Sofern Sie eine Trauerrede wünschen, aber selbst keine Rede halten möchten, haben Sie die Wahl zwischen einem christlichen und einem weltlichen Redner. Diese werden sich in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen über den Verstorbenen unterhalten. Auf diese Weise kann der Trauerredner die verstorbene Person näher kennenlernen und in der Trauerrede darstellen, was den Verstorbenen ausgemacht hat.

Gestaltung der Trauerfeier

Die Räumlichkeiten der Trauerfeier lassen sich mit dekorativen Elementen wie Kerzen, Blumen oder Bildern schmücken und persönlich gestalten. Musikalische Untermalung kann durch ein Orgelspiel, eine Liveband, einen Chor oder digitale Musik arrangiert werden.

Begräbniskosten

Eine klassische Erdbestattung zählt zu den preisintensiveren Bestattungsarten. Die Kosten für ein Begräbnis variieren jedoch je nach Region und der gewählten Grabart. Kosten für den Sarg, den Grabstein und die Öffnung sowie Schließung der Grabstelle sind höher als die einer Urnenbestattung. Bei einer Beerdigung fallen außerdem höhere Folgekosten für die Grabpflege und Friedhofsgebühren an. Besonders die Kosten für die Bepflanzung der Grabstelle können sich in den Jahren der Grabnutzung summieren.

Hinweis:

Friedhofsgebühren können je nach Gemeinde unterschiedlich ausfallen. Um die konkreten Gebühren zu erfragen, sollten Sie sich rechtzeitig mit dem Friedhof Ihrer Wahl in Verbindung setzen.



Ablauf eines Begräbnisses

Trauerzug

Nach der Trauerfeier wird der Sarg in einer stillen Zeremonie an den Ort der Beisetzung gebracht. Nach Einlassen des Sarges in die Grabstelle können Angehörige ein letztes Mal Abschied vom Verstorbenen nehmen.

Hinweis:

Während des Trauerzuges zur Grabstelle gehen Familie und nahestehende Angehörige des Verstorbenen direkt hinter dem Sarg und entfernte Verwandte, Freunde sowie Arbeitskollegen reihen sich anschließend ein.

Abschiedsrituale

Im Rahmen eines Rituals zur Abschiednahme befindet sich an der Grabstelle meist ein Behälter mit Erde und einer kleinen Schaufel. Angehörige können die Erde zur Verabschiedung des Verstorbenen auf den Sarg geben. Dieses Ritual wird häufig begleitet von den Worten „Asche zu Asche, Staub zu Staub“. Alternativ können auch Blumen mit ins Grab gegeben werden.

Beileidsbekundungen

Anschließend können Gäste der Trauerfeier ihre Beileidsbekundungen an die Familie des Verstorbenen richten. Dieser Teil der Beerdigung läuft in der Regel ruhig und andächtig ab.

Falls die Familie im Vorfeld darum gebeten hat, von Beileidsbekundungen abzusehen, sollte dieser Wunsch respektiert werden. Ein schlichtes „Mein Beileid“ oder „Meine Anteilnahme“ ist dann völlig ausreichend. Für Gespräche ist im Rahmen eines Leichenschmauses nach dem Begräbnis meist ausreichend Zeit.




Haben Sie Fragen? Unsere Bestattungsexperten helfen gerne