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Edelsteinbestattung

Veredelung der Kremierungsasche zum Edelstein

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Edelsteinbestattung: Von der Asche zum Edelstein

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Außergewöhnliche Bestattungsarten sind immer gefragter. Bei der Edelsteinbestattung handelt es sich um eine Bestattungsart, bei der mit einem Teil der Asche eines Verstorbenen ein individueller Edelstein erstellt wird.

Inhaltsverzeichnis


Hintergrund der Edelsteinbestattung

Die Edelsteinbestattung bietet eine Alternative zur herkömmlichen Sarg- oder Urnenbestattung. Immer mehr Menschen unterschiedlichster sozialer Schichten und Hintergründe interessieren sich für diese besondere Art der Bestattung.

Die Schmuckherstellung mit Edelsteinen geht auf eine lange Tradition zurück. Neben Gold und Silber bestand bereits in der Antike großes Interesse an Edelsteinen. Antike Völker und Kulturen wie die Babylonier, die alten Griechen, Ägypter und Phönizier ordneten Edelsteinen seit jeher spezielle Funktionen zu und assoziierten die Schmucksteine mit bestimmten Lebensbereichen. Bis heute werden Edelsteine mit Vorliebe zu individuellen Schmuckstücken verarbeitet und stellen für viele Menschen persönliche Glücksbringer dar.

Vor- und Nachteile einer Edelsteinbestattung

Zahlreiche Optionen fĂĽr die Beisetzung

Die Edelsteinbestattung ermöglicht als eine Variante der Feuerbestattung diverse Beisetzungsarten. Nach der Einäscherung des Verstorbenen und der Verarbeitung eines kleinen Ascheanteils zu einem Edelstein kann die Restasche hierzulande im Meer, im Wurzelwerk eines Baumes, auf einer Streuwiese oder in einem klassischen Grab beigesetzt werden. Damit ist die Edelsteinbestattung eine besonders vielseitige Bestattungsvariante.

Persönliches Erinnerungsstück

Bei der Edelsteinbestattung kann ein Edelstein mit der Asche eines Verstorbenen in Verbindung gebracht und „energetisiert“ werden. Dabei handelt es sich mehr um einen symbolische Akt als um ein wissenschaftliches Verfahren. Hinterbliebenen spendet ein solcher Stein häufig Trost, da der geliebte Mensch einen trauernden Angehörigen auch über den Tod hinaus begleitet.

Längere Bearbeitungszeit

Ein wesentlicher Unterschied zur Erdbestattung ist bei einer Edelsteinbestattung als Variante der Feuerbestattung die Zeitspanne zwischen Todeszeitpunkt und Trauerfeier. Durch die Einäscherung des Verstorbenen kann es zu einer längeren Bearbeitungszeit kommen.

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Ablauf der Herstellung eines Edelsteins

Eine Edelsteinbestattung setzt die Kremation des Verstorbenen voraus. Nach der Kremation des Verstorbenen wird der gewählte Edelstein in einer dafür vorgesehenen Vorrichtung in ständigen Kontakt mit der Asche des Verstorbenen gebracht und so innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen „energetisiert“. Dieses Verfahren ist aus der Esoterik und Homöopathie bekannt.

Da der Edelstein selbst keinerlei Bestandteile der Kremationsasche aufnimmt oder enthält, ist das Verfahren auch in Deutschland zugelassen. Die Asche des Verstorbenen wird anschließend regulär beigesetzt.

Ständige Qualitätskontrollen garantieren den pietätvollen Umgang mit der Asche eines Verstorbenen während des Verfahrens. Eine Verwechslung des Edelsteins oder der Kremationsasche ist ausgeschlossen, da die Aschekapsel und der ausgewählte Edelstein eine eindeutige Kennzeichnung erhalten.

Jeder Edelstein ist ein echtes und einzigartiges Naturprodukt und kann im Anschluss an die Energetisierung individuell verarbeitet werden. Der Edelstein kann beispielsweise als Schmuckstück getragen oder zu einem Schmuckgegenstand verarbeitet werden. Häufig gewählte Edelsteine für eine Edelsteinbestattung sind:

  • Sardonyx
  • Rosenquarz
  • Bergkristall
  • Amethyst

Es besteht außerdem die Möglichkeit, andere persönliche Schmuckstücke wie zum Beispiel einen Ehering energetisieren zu lassen. Nach dem Verfahren wird der Edelstein den Angehörigen zusammen mit einem sogenannten „Energetisierungszertifikat“ ausgehändigt.

Die Asche wird nach dem Prozess der "energetischen Aufladung" anschließend in eine versiegelte Kapsel – die sogenannte Aschekapsel – umgefüllt. Diese wird letztlich in eine Überurne, auch Schmuckurne genannt, gesetzt und nach Wünschen der Angehörigen bestattet. Sowohl Seebestattungen als auch Baumbestattungen sind möglich. Aber auch eine klassiche Urnenbeisetzung kann erfolgen. Je nach Beisetzungsart kann auch auf eine Überurne verzichtet werden.

Kosten

Bei einer Edelsteinbestattung fallen Kosten für die Kremation des Verstorbenen an. Diese können regional und je nach Träger der Einrichtung variieren. Mit Kosten von 250 bis 350 Euro ist jedoch zu rechnen. Ebenso müssen die Kosten für die zweite Leichenschau mit einkalkuliert werden. Diese liegen meist zwischen 30 und 70 Euro.

Die Kosten für einen Edelstein und dessen Energetisierung betragen in der Regel zwischen 400 und 800 Euro. Zusätzlich fallen Kosten für die Beisetzung des Verstorbenen an. Der Umfang der Trauerfeier richtet sich nach den Wünschen der Angehörigen und ist entscheidend für die Gesamtkosten der Bestattung.


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